Schulschluss - Gottesdienst

Schulschlussgottesdienst heuer leider online

FEIERABLAUF

  1. Kerze am Lehrertisch aufstellen (Streichhölzer am Tag bitte vom Kaffeestüberl mitnehmen)
  2. Stille zur Sammlung
  3. Gemeinsames Kreuzzeichen
  4. Hinführung (KV):
    „Am letzten Tag des Schuljahres blicken wir auf die vergangenen Monate zurück. Mit einem gemeinsamen Gottesdienst im Dom haben wir das Jahr begonnen, mit einem Gottesdienst in den Klassen beenden wir dieses Jahr. Wir sagen danke für die Ereignisse und Erlebnisse, um die wir reicher wurden. Aber auch trotz so mancher Widrigkeiten und Schwierigkeiten legen wir dieses Jahr in Gottes Hände zurück.“
  5. Bibelstelle (nach 1 Kön 19)

Einleitung (KV):

Das Alte Testament erzählt vom Propheten Elia. Er erlebt Angst, Bedrohung und Hunger, aber auch Stärkung und Zuversicht. Im ersten und zweiten Buch der Könige wird seine Geschichte erzählt:

 

König Ahab erzählte seiner Frau, Königin Isebel, alles, was der Prophet Elia getan hatte. Da schickte Isebel einen Boten zu Elia, der ihm ausrichten sollte: ich schwöre, morgen bist du ein toter Mann!

 

Da packte Elia die Angst. Er rannte um sein Leben und floh ganz in den Süden des Landes, bis tief in die Wüste hinein. Mit letzter Kraft ließ er sich unter einen Ginsterstrauch fallen und wünschte, er wäre tot. „Herr, ich kann nicht mehr – lass mich sterben.“

 

Er schlief ein.

 

Plötzlich wurde er wachgerüttelt. Ein Engel stand bei ihm, und forderte ihn auf: „Steh auf und iss!“ Als Elia sich umblickte, entdeckte er neben seinem Kopf ein Brot und einen Krug Wasser. Er aß und trank und legte sich wieder schlafen. Doch der Engel des Herrn kam wieder und rüttelte ihn zum zweiten Mal wach: „Steh auf und iss! Du sollst den langen Weg schaffen, der vor dir liegt.“

 

Da stand Elia auf und aß und trank. Das gab ihm so viel Kraft, dass er vierzig Tage und Nächte hindurch wandern konnte, bis er zum Berg Gottes, dem Horeb, kam. Dort ging er in eine Höhle, um darin zu übernachten.

 

Plötzlich sprach Gott zu ihm: „Elia, was tust du hier?“ Elia antwortete: „Ich habe so für dich gekämpft, aber nun trachten sie mir nach dem Leben!“

 

Da antwortete Gott und sagte: „Komm aus deiner Höhle und tritt vor mich hin. Ich will an dir vorübergehen.“

 

Auf einmal zog ein heftiger Sturm auf, riss ganze Felsbrocken aus den Bergen und zerschmetterte sie. Doch der Herr war nicht in dem Sturm.

 

Als Nächstes bebte die Erde, aber auch im Erdbeben war der Herr nicht.

 

Dann kam ein Feuer, doch der Herr war nicht darin.

 

Danach hörte Elia ein sanftes, leises Säuseln. Er verhüllte sein Gesicht mit dem Mantel, ging zum Eingang der Höhle und blieb dort stehen.

 

Dann gab ihm der Herr eine neue Aufgabe.

 

  1. Auslegung und Impulsfragen:

Wüste

 

Elia muss in die Wüste fliehen: das steht sinnbildlich für einen Menschen, der von einem Tag auf den anderen aus seinem normalen Leben herausgerissen wird. Er findet sich in der Wüste wieder, rund um ihn herum ist alles leer, er ist allein und auf sich selbst zurückgeworfen. In dieser Situation fühlt er sich erschöpft und ausgepumpt, verzweifelt und innerlich leer. Manchmal befinden wir uns im übertragenen Sinn auch in der „Wüste“ – es gibt Dinge, die uns frustrieren, Angst machen und überfordern. Dann fliehen auch wir in die Wüste oder fühlen uns dorthin gedrängt.

 

  • Wann bist du dir schon einmal so vorgekommen, als ob du in der „Wüste“ wärst?
  • Hast du dich auch schon einmal erschöpft, ausgelaugt und innerlich leer gefühlt?
  • Gibt es Lebensbereiche, die sich für dich wie „Wüste“ anfühlen?
  • Wie gehst du damit um, wenn du Angst vor etwas hast?
  • Vor welchen Dingen fliehst du manchmal oder weichst vor ihnen aus?
  • Was kann an einer „Wüstenerfahrung“ positiv sein?

 

Engel

 

Gott will nicht, dass wir aufhören, aufgeben und scheitern. Er schickt uns, was wir brauchen, um wieder Kraft zu tanken und uns auf unserem Weg zu stärken. Dazu schickt er uns Engel und macht uns Mut, weiterzumachen – das können Menschen oder Erlebnisse sein, die uns wieder Kraft verleihen und unsere Lebensgeister stärken. In engelhaften Situationen erfahren wir wie Elia den Trost des Himmels: „Steh auf und mach weiter!“ Aber Engel erkennt man oft erst im Nachhinein.

 

  • Woraus schöpfst du neue Kraft, neuen Mut und neue Zuversicht, wenn du dich schlecht fühlst?
  • Hast du schon einmal engelhafte Situationen erlebt?
  • Welche „Engel“, z. B. getarnt als Menschen, sind schon zu dir geschickt worden?
  • Welche „Engel“ hast du erst im Nachhinein als Engel erkannt?
  • Bist du selbst schon irgendwann einmal wie ein Engel für jemand anderen gewesen?
  • Was würde ein Engel wohl in deiner jetzigen Situation zu dir sagen?

Gott

 

Elia hat immer groß von Gott gedacht, nach der Devise: „Think big!“ Er glaubte, dass Gott immer mächtig und mit starker Hand ins Leben eingreift und erwartete das von ihm. Er war sich sicher, dass Gott lärmend und kraftvoll im Sturm erscheinen müsste, oder zumindest im Erdbeben oder wenigstens in der Feuersbrunst. Gott war aber – ganz unvermutet – im Kleinen, Unscheinbaren, fast nicht Wahrnehmbaren: in einem sanften, leisen Säuseln, das man fast überhören könnte, wenn man nicht die Ohren spitzt. Elias Vorstellungen von Gott wurden damit auf den Kopf gestellt; aber Gott lässt sich nicht auf unsere Wunschvorstellungen und Erwartungen reduzieren. Er hat es auch gar nicht nötig, im Sturm und Getöse zu erscheinen. Aber Gott ist immer da, wenn man sich auf ihn einstellt: in der Stille, in einem sanften Hauch…

 

  • Hast du klare Vorstellungen und Bilder von Gott?
  • Welche Bilder und Vorstellungen hattest du früher von Gott, die du verworfen hast?
  • Wo suchst du Gott, wenn du ihm begegnen möchtest?
  • Gibst du Gott manchmal die Gelegenheit, sich im Stillen und Unscheinbaren zu zeigen?
  • Wo können wir Gott in unserem Alltag suchen und finden?
  • Hast du schon einmal die Erfahrung gemacht, dass Gott dich tief in deinem Inneren wiederaufrichten kann?

 

Auftrag

 

Es gehört zu den menschlichen Grunderfahrungen, dass das Leben immer weiter geht und es immer viel zu tun gibt. Auch wenn wir ausgebrannt sind und scheinbar unser Pulver verschossen haben, hat Gott eine neue Aufgabe für die nächste Etappe für uns. Für Gott hat unser Leben einen Sinn, wir haben etwas vor und haben etwas zu tun. Gott traut uns zu, seine Aufträge für uns zu übernehmen, und macht uns Mut, immer weiterzumachen und nicht aufzuhören. Manche unserer Lebensaufgaben kommen vielleicht erst im Laufe der Zeit, lassen sich nicht vorhersehen oder vorausahnen. Vieles im Leben kommt anders, als wir es uns heute vorstellen. Aber Gott begleitet uns auf unserem Weg und stärkt uns, damit wir unsere Aufgaben auch gut erfüllen können.

 

  • Kannst du dir vorstellen, dass wir als Menschen Aufgaben für unser Leben bekommen haben?
  • Welche Aufträge oder Aufgaben glaubst du, dass du schon erfüllt hast?
  • Welche Aufgaben gibt es gegenwärtig in deinem Leben?
  • Wie verläuft dein weiteres Leben aus heutiger Sicht?
  • Was hast du dir alles für dein Leben vorgenommen? Was tust du dafür, deine Ziele zu erreichen?

 

  1. Vaterunser (gemeinsam gesprochen)
  2. Instrumentalmusik
  3. Segen:
  • Ich wünsche dir Unterstützung. Einen Begleiter durch herausfordernde Zeiten, der dir unter die Arme greift, wenn dir deine Aufgaben über den Kopf zu wachsen scheinen. Jemanden, der dich wiederaufrichtet, wenn du dich erschöpft und ausgelaugt fühlst.
  • Ich wünsche dir Zuspruch. Worte, die dich trösten, wenn du traurig bist. Jemanden, der mit dir redet, wenn es nötig ist, aber auch im richtigen Augenblick schweigen kann.
  • Ich wünsche dir Mut. Bereitschaft, dich auf das Leben einzulassen. Zuversicht, dass du deine Ziele erreichen kannst, wenn du nicht einfach aufgibst, sondern weitermachst.
  1. Gemeinsames Kreuzzeichen
  2. Lied: Frieden wünsche ich dir

 

ALLEN SCHÖNE und GESEGNETE SOMMERFERIEN.

 

Wir freuen uns, euch erholt und gesund im Herbst wiederzusehen.